- Einleitung
Als Nektar oder Honigtau wird er von den Bienen gesammelt und veredelt und ist ein besonderes Lebenselixier. Den alten Griechen war er eine Götterspeise. Sie strömte vom Himmel als Tau und als Regen von den Sternen. Nüchterner betrachtet ist Honig ein unverfälschtes Naturprodukt, das wir unseren fleißigen Bienen verdanken. Diese gewinnen den Honig im Wesentlichen aus zwei Quellen: 1. Blütennektar und 2. Honigtau. Dank der Vielfalt an Sorten und wichtigen Inhaltsstoffen leistet Honig einen Beitrag zu einer ausgewogenen, zeitgemäßen Ernährung und sollte daher in keinem Haushalt fehlen.
- Herstellung
Honig ist ein unverfälschtes Naturprodukt, da wir dem sprichwörtlichen Fleiß der Bienen verdanken. Sie müssen drei bis fünf Millionen Blüten anfliegen, um Nektar für ein Kilogramm Honig zu sammeln. Das sind rund 60.000 Ausflüge vom Bienenfolk zu den Blüten und zurück, was einer Flugstrecke von sechs Erdumrundungen entspricht! Schon beim Aufsammeln werden Nektar und Honigtau durch die Bienen verarbeitet und mit körpereigenen Sekreten angereichert. Beim späteren Reifeprozess im Bienenfolk werden Enzyme zugesetzt und wird Wasser entzogen. Am Ende des Reifeprozesses schließt die Biene mit einem Wachsdeckelchen die Wabenzelle und schützt somit den gespeicherten Honig. Übrigens: Honigbienen bestäuben auf ihren Flügen zahlreiche Obst- und andere Nutzpflanzen, was deren Ertrag enorm steigert. Fachleute gehen davon aus, dass diese Ertragssteigerung rund das Zehnfache des Wertes des von den Bienen erzeugten Honigs ausmacht. Damit Sie jeden Tag deutschen Honig genießen können, muss er erst geerntet, sprich gewonnen werden. Als süßes Ergebnis entsteht so nach Gewinnungsmethode Waben- oder Schleuderhonig, wobei der geschleuderte Honig den weitaus größten Teil ausmacht. Während beim Wabenhonig – bei Heidehonig auch „Scheibenhonig“ genannt – die reifen verdeckelten Honigwaben in Stücke geschnitten werden, wird beim Schleuderhonig der Honig in einer Zentrifuge aus den Waben geschleudert. Übrigens: Schleuderhonig ist immer „kalt geschleudert“. Denn was sich so werbewirksam liest, ist in Wirklichkeit selbstverständlich.
Bei der Honiggewinnung gehen unsere Imkerinnen und Imker mit viel Liebe zum Detail und mit einer guten Portion an Erfahrung ans Werk. Wann der Honig reif ist, erkennt der Imker an den mit Wachs verschlossenen Honigzellen
Dass der Honig von den Bienen erzeugt wird und dass Grundmittel zur Herstellung der Nektar ist, wissen die meisten. Doch wie genau wird er hergestellt?
Laut der Lebensmittelverordnung ist Honig ein von Honigbienen aus dem Nektar von Blüten oder Honigtau erzeugtes Lebensmittel. Dies bedeutet, dass man Bienen z.B. mit Zucker verfüttert, die diesen dann weiterverarbeiten, das Produkt darf jedoch nicht als Honig bezeichnet und verkauft werden.
Der Ausgangstoff
Jeder Honig hat seinen Ausgangsstoff im Siebröhrensaft von Pflanzen, der von diesen als Stofftransport benutzt wird. Blütenpflanzen scheiden ihn z.B. als Nektar aus, der Insekten anlocken soll, um die Blütenpflanzen zu bestäuben. Die Insekten sammeln den Nektar, da er dem Volk als Nahrung (Honig) dienen soll. Außerdem legen die Insekten davon einen Wintervorrat an.
Nadelbäume scheiden ebenfalls Siebröhrensaft aus, der in diesem Fall nicht Nektar, sondern Honigtau genannt wird. Die Blattläuse nehmen den Honigtau auf und scheiden den größten Teil wieder aus. Anschließend wird er von den Bienen eingesammelt und zu Honig weiterverarbeitet. Den entstandenen Honig nennt man Wald-, Blatt- oder Läusehonig.
Weiterverarbeitung des Nektars
Im Bienenstock wird der gesammelte Nektar von den Bienen weiterverarbeitet